Für den Erhalt von He-La Le Château in Halstenbek
Mit großer Bestürzung und Bedauern haben wir erfahren, dass nach Wechsel des Immobilieneigentümers der Mietvertrag des Weinladens He-La Le Château in der Halstenbeker Hauptstraße nicht verlängert wurde und das Familienunternehmen seine bisherigen Räume verlassen muss.
So, wie wir den Weinladen heute kennen, gehört er seit bald 20 Jahren zu Halstenbek. Zuvor hatte die Familie Lammers ein Lebensmittelgeschäft, in dem dann immer mehr besondere Weine ins Sortiment aufgenommen wurden. Schließlich wurde dann der Weinladen eröffnet.
Viele Mitglieder unserer Bürgerinitiative kaufen regelmäßig in dem kleinen Laden ein. Hier bekommt man noch persönliche Beratung, Fachwissen und qualitativ hervorragende Produkte. Nicht nur gute Weine und andere hochwertige Spirituosen werden hier verkauft, sondern auch diverse Spezialitäten wie Oliven, Pasta und Süßes sind im Sortiment und verleihen dem Geschäft einen besonderen Charme, sodass für kurze Zeit ein Urlaubsgefühl aufkommt.
Häufig finden im He-La Veranstaltungen und Weinverkostungen statt, die sehr beliebt sind.
Heutzutage ist es zu einer Seltenheit geworden, dass die Geschäfte noch von den Inhabern selber geführt werden. Genau das ist im He-La noch der Fall. Solche inhabergeführten Geschäfte machen einen Ort lebendig, geben ihm Charakter und unterscheiden ihn von austauschbaren Einkaufsstandorten.
Im Zusammenhang mit dem Bau der geplanten Topgolfanlage hat sich die Bürgerinitiative „Halstenbek im Dialog“ unter anderem eingehend mit dem Haushalt des Ortes und den Gewerbesteuern auseinandergesetzt. Halstenbek braucht dringend Gewerbesteuern. Insbesondere lokale Gewerbetreibende sind dabei unabdingbar für unsere Gemeinde.
Inhabergeführte, klein- und mittelständische Unternehmen wie He-La Le Château, die ihre wirtschaftliche Tätigkeit unmittelbar vor Ort ausüben und damit auch hier vor Ort Gewerbesteuer entrichten, sind für eine Gemeinde sehr wertvoll. Das ist ein wichtiger Unterschied zu großen Handelsketten, deren wirtschaftlicher Sitz und damit auch die Gewerbesteuerzahlung häufig an einem ganz anderen Ort liegen.
Lokales Gewerbe ist ein Stück kommunaler Wertschöpfung und trägt zur Vielfalt unseres Ortes bei.
Wir als Bürgerinitiative, die die Interessen und Belange der Halstenbeker Bürgerinnen und Bürger vertritt und sich für einen lebenswerten Ort einsetzt, möchten deshalb dazu aufrufen, Bettina Lammers und ihrem Familienunternehmen bei der Suche nach einer geeigneten neuen Gewerbefläche in Halstenbek zu helfen.
Nach den vorliegenden Informationen benötigt He-La eine Ladenfläche von etwa 400 bis 600 Quadratmetern, möglichst mit Lagerfläche und idealerweise auch einer Möglichkeit zum Weinausschank.
Wir appellieren auch an die Gemeinde Halstenbek, aktiv zu unterstützen und mögliche geeignete Gewerbeflächen zu identifizieren oder Kontakte zu Eigentümern herzustellen. Es wäre ein starkes Signal für den Wirtschaftsstandort Halstenbek, wenn ein traditionsreiches Familienunternehmen nicht gezwungen wäre, den Ort nach Jahrzehnten zum Ende des Jahres verlassen zu müssen.
Wir wünschen Bettina Lammers und ihrer Familie ausdrücklich, dass sich eine Lösung findet, mit der He-La Le Château in Halstenbek bleiben kann.
Ein Unternehmen, das über Jahrzehnte gewachsen ist, Arbeitsplätze schafft, Gewerbesteuer zahlt, Kunden bindet und das örtliche Leben bereichert, sollte nicht einfach verschwinden. Deshalb sagen wir als Bürgerinitiative „Halstenbek im Dialog“ klar: Wir möchten He-La Le Château in Halstenbek behalten.
